Medienmitteilungen

 

 

21.12.2016

Sehr geehrte Medienschaffende

Untenstehend finden Sie eine Richtigstellung der Reitschule zu den Aussagen der Kantonspolizei Bern im "Bund" vom 21.12.2016 bezüglich dem Vorfall vom 4. Dezember 2016. Den Wortlaut dieser Aussagen finden Sie am Ende der Medienmitteilung.

Wir bitten Sie, unsere Richtigstellung in Ihrer Berichterstattung zu berücksichtigen.

Freundliche Grüsse
Die Mediengruppe der Reitschule Bern

***

Richtigstellung der Reitschule zu den Aussagen der Kantonspolizei Bern im "Bund" vom 21.12.2016 bezüglich dem Vorfall vom 4. Dezember 2016

Corinne Müller, die Mediensprecherin der Kantonspolizei Bern, behauptete heute gegenüber den Medien, dass von Seiten der Reitschule keine Namen von Anwesenden genannt wurden. Wie bereits in unserer Medienmitteilung von gestern Dienstag geschrieben, ist diese Aussage nicht korrekt. Noch am Abend des 4. Dezembers haben die anwesenden Reitschule-Mitarbeiter_innen und weitere Personen, die als Zeug_innen in Frage kamen, der Polizei ihre Namen genannt und in der Woche darauf eine Zeug_innenaussage gemacht. Die Tatsache, dass sich der mutmassliche Täter letzten Freitag bei der Polizei gemeldet hat, lässt vermuten, dass die dutzenden darauf folgenden Vorladungen von aktiven und ehemaligen Reitschüler_innen eher der Pflege des Feindbildes "Reitschule" dienten, als der Ermittlung des Tatherganges. Dafür spricht insbesondere auch das Vorgehen und Auftreten der Polizei (unten).

Die anwesenden Reitschüler_innen haben am besagten Abend Erste Hilfe geleistet, dafür gesorgt, dass die Polizei den Tatort untersuchen konnte und sich als Zeug_innen gemeldet. Als Dank werden nun andere Reitschüler_innen, die in irgendeiner Weise mit dem Wellness-Team in Verbindung gebracht werden, als Auskunftspersonen vorgeladen und sogar als Tatverdächtige gehandelt. Die Reitschule vermutet, dass die Polizei bereits im Vorfeld und über einen längeren Zeitraum Akten zu Personen angelegt hat, von denen sie vermutet, im Wellness-Team zu arbeiten. Dies wird auch durch die Tatsache erhärtet, dass mehrere Personen als Auskunftspersonen vorgeladen wurden, die am besagten Abend nicht anwesend und zum Teil sogar im Ausland waren oder gar nicht mehr in der Reitschule arbeiten.

Es wurde ausserdem von der Mediensprecherin der Kantonspolizei Bern gesagt, dass "davon auszugehen" sei, dass das spätere Opfer zuerst mit dem reitschulinternen Sicherheitsdienst aneinandergeraten sei. Auch diese Behauptung der Kantonspolizei entspricht nicht den Tatsachen. Der Sicherheitsdienst der Reitschule war zu keinem Zeitpunkt an einer Auseinandersetzung mit dem späteren Opfer beteiligt.

Hinzu kommt, dass am Montagmorgen - drei Tage nachdem sich der mutmassliche Täter gestellt hatte - zwei Polizisten in Zivil in eine Wohnung eines Reitschülers eindrangen, ohne eine Vorladung oder einen Hausdurchsuchungsbefehl vorweisen zu können. Dies geschah somit unter Verletzung elementarer strafprozessualer Vorschriften. Diesbezügliche rechtliche Schritte werden geprüft.
Pikantes Detail ist hierbei, dass es sich bei einem der beiden Zivilpolizisten um den bekannten Problempolizisten Romero handelte (siehe auch vergangene Medienberichte). Dieser fiel schon in der Vergangenheit durch seine persönliche Abneigung gegen die Reitschule auf. Die Tatsache dass ausgerechnet ein Polizist, der durch sein persönliches Überreagieren im Zusammenhang mit der Reitschule aufgefallen ist, nun unerlaubterweise in Privatwohnungen von Reitschüler_innen eindringt, spricht nicht für ein Interesse der KaPo an einer funktionierenden Zusammenarbeit.

Dass die Kantonspolizei unter diesen Umständen der Reitschule mangelnde Kooperationsbereitschaft vorwirft, erachten wir als höchst problematisch. Es zeigt einmal mehr, wie zerrüttet das Verhältnis KaPo-Reitschule ist, und dass dies nicht - wie von der Polizei oft behauptet - ein einseitig durch die Reitschule bedingtes Problem ist. Vielmehr scheut sich die Medienstelle der KaPo offenbar nicht einmal, schlicht unwahre Aussagen zu verbreiten, wenn es um die Reitschule geht.

_____________

Corinne Müller, Mediensprecherin der Kantonspolizei Bern, wehrt sich auf Anfrage gegen die Kritik. Die Ermittlung hätten «jederzeit die Klärung einer schweren Straftat zum Ziel gehabt.» Wegen der ungenauen Umstände sei die Polizei auf Aussagen von Zeugen angewiesen gewesen. Da vonseiten der Reitschule aber keine Namen von Anwesenden genannt wurden, habe man diese «in aufwändiger Weise» suchen müssen. «Sollte sich eine der zahlreichen Auskunftspersonen nicht korrekt behandelt gefühlt haben, so steht dieser der Rechtsweg offen», so Müller. «Die Vorwürfe, dass die Befragungen dazu gemacht würden, um Personen zu schikanieren, sind nicht nur haltlos, sondern auch respektlos dem Opfer gegenüber.»

 

20.12.2016

Sehr geehrte Medienschaffende

Seit jeher wird der Reitschule vorgeworfen die Zusammenarbeit mit der Polizei zu behindern. Die Reitschule wendet sich heute an die Medien um aufzuzeigen, was sich die Kantonspolizei wohl unter einer "Zusammenarbeit" mit der Reitschule vorstellt.

Nach dem blutigen Vorfall auf dem Parkplatz Schützenmatte vom 4. Dezember 2016 wurde der Tatort wie üblich von der Polizei untersucht und Zeugenaufrufe publiziert.

Die Abendverantwortlichen, sowie unser Sicherheitsdienst (das Wellness-Team) standen an diesem Abend, sowie in den Tagen danach mehrmals in Kontakt mit der Polizei. Mehrere an diesem Abend anwesende Personen haben ihre Personalien angegeben und später auch Aussagen bei der Polizei gemacht. Wie auf Anfrage bereits bekanntgegeben, erachteten wir das Vorgehen der Polizei in jener Nacht als angebracht und verhältnismässig. Sie suchte das Gespräch mit den Reitschüler_innen und verzichtete auf Provokationen.

Seit einigen Tagen werden nun jedoch mehrere dutzend aktive und ehemalige Mitarbeiter_innen als Auskunftspersonen vorgeladen. Es scheint, als lade die Polizei sämtliche Personen vor, die sie in irgendeiner Weise mit dem Wellness-Team der Reitschule verbindet. Die meisten der vorgeladenen Personen arbeiteten an besagtem Abend nicht - einige befanden sich sogar ausser Landes.
Manche wurden von bekennenden und bekannten Reitschulehassern aus den Reihen der Kapo zu Hause abgeholt - ganz ohne Ankündigung oder Vorladung. Die Beamten sind ohne Durchsuchungsbefehl in ihre Privatwohnungen eingedrungen und haben sie mitgenommen. Anschliessend wurden sie in eine Verhörzelle gesteckt, als wären sie Beschuldigte, von denen Gefahr ausgeht.
Der Reitschule ist nicht ersichtlich, was diese Vorladungs-Welle und das provokative Vorgehen zur Aufklärung der Tat beitragen soll - die anwesenden Personen hatten schon Zeugenaussagen gemacht. Der Verdacht ist unausweichlich, dass die Kantonspolizei den traurigen Vorfall als Gelegenheit missbraucht, Reitschüler_innen und Personen aus dem Umfeld zu schikanieren. Sie leistet einmal mehr einen hervorragenden Beitrag, dass sich die Haltung zur Kapo von Seiten Reitschule nicht verbessert.

 

 

13.07.2016

Angesichts wilder Spekulationen verschiedener Medien sieht sich die Reitschule gezwungen zu bestätigen, dass es am Samstag, dem 9. Juli im Grossraum Schützenmatte zu einem sexuellen Übergriff kam – aus Rücksichtnahme auf die betroffene Person haben wir bisher darauf verzichtet, dies öffentlich zu machen. Des Weiteren wollen wir mit einer genaueren Erklärung den Entscheid zur Schliessung verständlich zu machen.

Nach Betriebsende am frühen vergangenen Samstag Morgen, machte ein Passant noch verbleibende Reitschüler_innen auf eine Person aufmerksam, welche im Grossraum Schützenmatte Opfer eines sexuellen Übergriffs geworden war. Daraufhin organisierte sich das Sicherheitspersonal nach Schichtschichtende erneut, suchte die Person auf und betreute sie. Unser Personal handelte sofort, leistete Erste Hilfe und informierte die Sanitätspolizei. Die nötigen Fachpersonen für die Betreuung der betroffenen Person sind involviert. Entgegen wilden Gerüchten, rät die Reitschule niemandem von einer Anzeige ab. Aus Respekt und Rücksichtnahme dem Opfer gegenüber wird sich die Reitschule nicht weiter zu diesem Vorfall äussern.

Dieser Vorfall und andere Ereignisse an diesem Abend, bei denen Personen zu Schaden kamen, haben für uns das Fass zum Überlaufen gebracht. Die Reitschule verurteilt solche Vorfälle aufs Schärfste; sie widersprechen den Grundsätzen der Reitschule diametral. Um ein Zeichen dagegen zu setzen, haben wir die Tore vorläufig geschlossen. Wir nutzen die Zeit um zu überlegen wie wir mit diesen – uns von aussen auferlegten – Bedingungen umgehen wollen. Wann wir wieder öffnen ist Gegenstand von Diskussionen. Wir werden aber auch in der Zeit, in der die Reitschule geschlossen ist, präsent sein und den Vorplatz nicht sich selbst überlassen.
Für uns ist klar, dass Veränderungen her müssen. Was die Reitschule dazu beitragen kann, wird derzeit in den Strukturen diskutiert. Wir wollen an dieser Stelle nochmals betonen, dass die Situation vor unserem Haus eine gesellschaftlich Gemachte ist. Wir fordern die städtischen Behörden auf, ihre Drogen-, Nachtleben- und Jugendpolitik grundsätzlich zu überdenken und endlich Lösungen zu suchen, welche nicht daraus bestehen, sämtliche Probleme im öffentlichen Raum vor die Reitschule abzuschieben.

Freundliche Grüsse,
Mediengruppe Reitschule Bern

 

07.03.2016

Liebe Menschen

Über das Wochenende nachdenken? Ist eindeutig fällig. Auch ein paar neue und alte Diskussionen führen. Über Sinn und Zweck von Strassenkämpfen rund um die Reitschule - die werden mit Sicherheit folgen.

Wir als Reitschüler_innen müssen uns kritische Fragen bezüglich unserem Konzept gefallen lassen, genauso wie die Strassenkämpfer_innen. Welches Ziel sollte mit diesen Ausschreitungen erreicht werden? Wem haben sie genützt? Wem geschadet? Was wurde vermittelt? Was sind die Folgen?

Wir möchten heute einfach mal festhalten, dass ein Provokationsschema nicht durchsichtiger hätte sein können:

Zuerst veröffentlicht die Kapo einen Bericht und hält unter vielem anderen fest, dass die Situation rund um die Reitschule problematisch sei.

Die Medien springen v.a. auf den Teil des Berichtes auf, den die Reitschule betrifft.

Die Reitschule reagiert und legt ihre Sicht der Dinge dar - dass es zwar vermehrt Vorfälle und Diebstähle gegeben habe, die Reitschule schon selber mit vermehrter Präsenz reagiert habe. Dass das Ausmass jedoch kein "nie dagewesenes" sei, sondern dass es diesbezüglich halt Schwankungen gebe.

Medienberichte in Bund, BZ erscheinen, die die Situation dramatisieren.

Darauf «reagiert» die Polizei: Am Freitagabend wird ein so genanntes Präventionsteam vorbeigeschickt - und zwar ein grosses und dieses in Vollmontur. Damit auch allen klar ist, wer das Gewaltmonopol hat. Speziell interessant ausserdem, dass nicht wenige des so genannten Präventionsteams sonst bei der Sondereinheit Krokus arbeiten - und Reitschüler_innen deshalb leider bestens bekannt sind.

Was provoziert werden soll, ahnt man in der Reitschule sofort, deshalb ruft man die Besucherinnen auf, ins Innere zu kommen und sich nicht provozieren zu lassen. Als trotzdem kleinere Aufmärsche stattfanden, wurden diese umgehend gewaltsam aufgelöst.

Die Gegenreaktion junger Revolutionär_innen lässt nicht lange auf sich warten...

Samstag Abend - … et voila: 100 Punkte - alle spielen das Spiel mit.

Auch die Verlautbarungen der Reitschulgegener_innen durften nicht fehlen. Sie folgen wie bestellt, etwa die Forderungen des Verband Schweizerischer Polizei-Beamter, die denen der Jungen SVP genau entsprechen...

Ist das alles jetzt wirklich Prävention gegen Drogendeal und Taschendiebstahl?

Leider spielt es gar keine Rolle, was die Reitschule-Betreiber_innen finden, wann die Polizei geschickterweise NICHT dort auftreten sollte, um einen möglichst angenehmen Ablauf des Abends auf dem Vorplatz zu erreichen.

Möglicherweise KANN die Polizeiführung gar nicht verstehen, wieso eine derartige (bewaffnete) Polizeipräsenz von vielen Menschen - gerade bei der Reitschule - als schlichte Provokation angesehen wird, weil sie ein kurzes Gedächtnis hat und weil sie die Geschichte der Reitschule nicht versteht.

Möglicherweise WILL die Polizeiführung aber auch gar nicht, dass ein Abend in der Reitschule angenehm und friedlich verläuft.

Wir wissen nicht, welcher der Ansätze eher stimmt, aber hinter allen wieder alles sauber aufwischen, das geht schon.

Besucht uns, wir sind immer da.

Kultur- und Begegnungszentrum

Reitschule Bern

Mediengruppe

 

6.3.2016

Es gab wieder einiges zu lesen zu Vorfällen rund um die Reitschule.

Hier nur kurz betreffend Freitag und Samstag-Nacht:

Vorab möchten wir festhalten, dass es seit letzten Sommer zu keinen Vorfällen gekommen ist, die nicht auch an einem anderen Veranstaltungsort mit mehreren Hundert oder Tausend Anwesenden, passiert sind oder hätten passieren können. Auch wenn der diese Woche veröffentlichte Sicherheitsbericht der Berner Kapo etwas anderes suggeriert.

Besonders auffällig für uns ist, dass eine polizeiliche «präventive Aktion» just ein paar Tage nach der Veröffentlichung dieses Sicherheitsberichts gestartet wurde.

Wir fragen uns darum:

Möchten eine grössere Anzahl Mitglieder des Polizeikorps...
- just zwei Tage nach dem Erscheinen des polizeilichen Sicherheitsberichts, der Handlungsbedarf bei der Reitschule ortet,
- zwar mit oranger «Sicherheits» (sic!)-weste, jedoch in «Vollmontur»,
- auf dem Vorplatz und der Schützenmatte positioniert... 

... eher präventive Sicherheit oder Provokation vermitteln?

Wir halten übrigens nichts davon, Feuerwehrleute anzugreifen. Wir mögen die Feuerwehr, wenn sie hilft, Brände zu löschen und waren auch schon auf ihre Hilfe angewiesen. 

Ganz grundsätzlich appelliert die Reitschule immer wieder an die Vernunft aller Akteure und forderten den Respekt gegenüber der körperlichen und physischen Integrität unserer Mitmenschen.

Peace & Love

 

 

12.09.2015

 

Medienmitteilung der Reitschule Bern

 

NO DEAL AREA ≠ POLICE REPRESSION AREA

 

Die Reitschule hat ein Problem mit dem Drogendeal, aber auch den daraus resultierenden menschenverachtenden, aggressiven Razzien der Polizei auf der Schützenmatte.

 

Leider haben auch wir unter den heutigen rechtlichen sowie politischen Bedingungen keine fertigen Lösungen parat. Der Deal und die damit verbundene Selbstbereicherung, die kriminellen Strukturen und die Gewalt hängen direkt mit der Illegalisierung zusammen. Deshalb schliessen wir nochmals freiwillig für einen Abend die Tore der Reitschule, um auf die Thematik aufmerksam zu machen.

 

Klar ist für uns, die momentan von der Polizei durchgeführten Razzien sind reine Augenwischerei und haben den Fokus allein auf dunkelhäutigen Menschen, welche automatisch des Deals verdächtigt werden. In unseren Augen ist das klares Racial Profiling. Für die Polizei hängen Hautfarbe und Kriminalität direkt zusammen, gerade bei ihren Einsätzen. Wir stossen uns ausserdem daran, dass unter dem Deckmantel der „Drogenbekämpfung“ perspektivlose Asylpolitik betrieben wird, und dies auf Kosten der Schwächsten in der Gesellschaft.

 

Polizeigewalt, das zeigt sich seit Jahrzehnten, verhindert weder den Konsum und schon gar nicht den Verkauf von Drogen. Sie verklärt und verteufelt Drogen, brandmarkt Suchtkranke als kriminell und gefährlich und verhindert einen aufgeklärten Umgang mit Drogen.

 

Wir erwarten auf politischer Ebene eine Auseinandersetzung zum Thema Drogen und Deal. Wir sind sicher, dass Repression nicht die Lösung sein kann. Als ersten Schritt erwarten von der Stadt Bern, dass sie die Anlaufstelle K&A an der Hodlerstrasse für alle darauf Angewiesenen zugänglich macht.

 

Interessengemeinschaft Kulturraum Reitschule IKuR 

 

 

 

 

04.09.2015

 

Die Überraschung: ERICH HESS ist gegen die Reitschule.

 

Seit heute sammelt die JSVP Unterschriften für eine weitere Initiative gegen die Reitschule, diesmal auf kantonaler Ebene, wo er sich mehr Erfolg verspricht als in der Stadt. Bernischen Gemeinden sollen massiv kantonale (Ausgleichs-)Beiträge gekürzt werden, wenn sich auf ihrem Gebiet Einrichtungen befinden, «von denen notorisch konkrete Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung ausgehen».

 

Die Reitschule hat ihre erste Reaktion noch vor der Medienkonferenz veröffentlicht:

"Die Reitschule war schon immer der Zeit voraus und kreativer als der bald vorliegende Vorschlag der SVP – wie auch immer er aussehen mag – sind wir alleweil.

Auch wenn wir uns der – zugegebenermassen unbestrittenen – Fähigkeit der SVP auch die unmöglichsten Themen zu einem Politikum hochzustilisieren, durchaus bewusst sind, sind wir in diesem Fall sowohl ob des Themas als auch des Zeitpunktes ausserordentlich überrascht.

Niemals hätten wir uns gedacht, dass die Reitschule ausreichend Stoff bietet, um nicht nur eine kantonale Abstimmung zu rechtfertigen, sondern auch als Wahlkampfthema sowohl für die städtischen Wahlen 2016 wie auch als nationalen Knüller hinhalten zu können.

In diesem Sinne freuen wir uns, unseren Charme endlich auch über die Stadtgrenzen hinaus versprühen zu können, und als Vorbild auch für weniger urban gelegene Gemeinden zu dienen. Gleichzeitig sind wir begeistert, dass endlich auch die Einwohner_innen von Gemeinden wie Lauterbrunnen, Zimmerwald oder Signau zu dieser Frage ihre Meinung kundtun dürfen.

Eine repräsentative Erhebung hat gezeigt, dass in und um die Reitschule rund drei Viertel der Besucher_innen aus Orten ausserhalb der Gemeinde Bern kommen. In diesem Sinne tragen wir unseren Teil zum FILAG gerne bei – alle sind herzlich willkommen.

Wir sind überzeugt, dass die Jugend aus Sonceboz-Sombeval, Grindelwald oder Lauperswil hinter uns steht. Gemeinsam reiten wir heiter in eine rosige (kantonale) Zukunft weiter."

 

Natürlich fragen wir uns, ob Erich Hess überhaupt mehr als zwei Themen hat, mehr als Reitschule und Ausländer_innen. Wir sind froh, hat er das Thema Reitschule für seinen Wahlkampf gewählt. Wir haben mehr Rückhalt und Solidarität als Flüchtlinge.

 

 

#RefugeesWelcome

 

23.05.2015

 

Medienmitteilung der Reitschule zum Sommerfest 2015

 

Nach dem letztjährigen Openair - einem Fest, wie es Bern noch selten gesehen hat - veranstaltet die Reitschule am 31.07.2015 & 01.08.2015 zum zweiten Mal das Reitschule-Sommerfest. Unter dem Motto „No Borders, No Nations“, wagen wir uns nochmals auf die Schützenmatte.

In Zeiten, in denen man täglich in der Zeitung lesen muss, dass wieder Flüchtlinge im Mittelmeer zu hunderten ertrinken, in verschiedenen Regionen Menschen für die Nation ihr Leben lassen und in ganz Europa rassistische Gruppierungen und Parteien im Aufschwung sind, wollen wir ein klares Zeichen setzen. Das Fest richtet sich gegen Nationalismus und Grenzen. Es steht für Vielfalt und ein alternatives Denken und Leben! Nicht zufällig veranstaltet die Reitschule das Openair am Wochenende des Schweizer Nationalfeiertags.

An beiden Tagen geht ein abwechslungsreiches Programm über die Bühne. Der Freitag steht ganz im Zeichen des Berner Hip Hop – mit bekanntem Special Guest. Anschliessend sorgen Techno- und House-DJs für tanzende Beine.

Der Samstag wir rockig und punkig. Wir freuen uns besonders auf Irie Révoltés (DE), War on Woman (USA) und viele weitere.

Damit nicht genug: An beiden Tagen bieten wir die Möglichkeit, die Reitschule auf einer Führung kennenzulernen. Am Samstagnachmittag gibt es auf dem Vorplatz einen gemütlichen Biergarten, begleitet von Singer-Songwriters. Für lustige Einstimmung auf die Nächte, sorgen Konny und Yok.

Die kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Nationalismus ist uns wichtig. Deshalb finden an den Nachmittagen Vorträge statt.

Wir veranstalten ein unkommerzielles Fest ohne Konsumzwang, Zäune und Eintritt. Wir bieten ein breites Getränke- & Essensangebot. 

Um die Kosten zu decken, werden Solibändeli verkauft.

Die Reitschule bietet mehr!

www.reitschule.ch

 

10.05.2015

 

POLIZEIEINSATZ AUF DER SCHÜTZENMATTE IN DER NACHT VOM 9. AUF DEN 10. MAI 2015

Die Mediengruppe der Reitschule meldet sich nach dem gestrigen Polizeieinsatz auf dem der Schützenmatte zu Wort.

 

Gestern Abend startete die Reitschule eine Kampagne unter dem Motto «No Deal Area». So wurden die Tore zu den Räumlichkeiten der Reitschule erst um Mitternacht geöffnet. Viele der Reitschülerinnen waren auf dem Vorplatz, um unsere Gäste auf unsere Anliegen aufmerksam zu machen.

Im späteren Verlauf des Abends kam es auf der Schützenmatt zu einem Vorfall, welchen die Kantonspolizei zu einer Medienmitteilung veranlasst hatte. Laut Aussagen der involvierten Polizisten vor Ort, wurde auf der Schützenmatte ein Auto von einem minderjährigen Jugendlichen mit Fusstritten traktiert und scheinbar beschädigt. In der Folge fuhr ein Kastenwagen der Polizei auf die Schützenmatte und versuchte den Jugendlichen, der sehr stark alkoholisiert war, zu verhaften. Dieser Versuch war aber so dilettantisch, brutal und unverhältnismässig, dass anwesende Jugendliche darauf aufmerksam wurden und sich per Wortmeldungen in das Geschehen einmischten.(Fotos wurden den Medien zur Verfügung gestellt).

Darauf wurden die Polizisten – vermutlich noch nicht so erfahren - nervös und forderten Verstärkung an. Nun fuhren aus allen Richtungen ca. sechs Polizeiautos/Kastenwagen auf die Schützenmatte. Die Jugendlichen versuchten die Polizei dazu zu bewegen die Einsatzkräfte zurückzuziehen, da niemand Lust auf eine weitere Eskalation hatte und in der Reitschule und dem Vorplatz eine gute Stimmung herrschte. Die Polizei zog sich daraufhin unkoordiniert zurück, wobei fast ein Auto vergessen ging.

Während des Einsatzes versuchte eine Person der Reitschule über das Kontakttelefon die Einsatzzentrale der Polizei zu erreichen. Nachdem der Reitschüler darauf hingewiesen hat, dass der Jugendliche wohl ärztliche Behandlung benötige, wurde das Telefongespräch seitens der Polizei ohne Verabschiedung abrupt beendet. In einer Zeit, in welcher der Reitschule vorgeworfen wird, man nehme das Kontakttelefon nicht ab und kommuniziere nicht mit der Polizei, ist so ein Verhalten der Behörden schlicht inakzeptabel.

 

09.05.2015

 

DAS TOR IST HEUTE ZU. UNS REICHTS!

 

Uns ist bewusst, dass die ökonomische Situation der Strassenhändler, sowie die staatliche Prohibition und die seit Jahrzehnten nutzlose Repressions- und Vertreibungspolitik gegen die kleinen Fische des Drogenhandels für das «Drogenproblem» vor der Reitschule verantwortlich sind. Der Deal mit den Drogen beschert uns ein Konsumrauschpublikum und bringt Gewalt ins Haus. Hinter dem Drogenhandel stecken mafiöse und menschenverachtende Strukturen, die unter anderem mit dem weltweiten Menschen- und Waffenhandel verstrickt sind. Dennoch, wir wollen ein Polit-, Begegnungs- und Kulturzentrum sein und nicht ein stadtbekannter Drogenumschlagplatz. Wir wollen keinen Deal und keinen Konsum von harten Drogen in und um die Reitschule. Die aktuelle Situation auf dem Vorplatz ist für uns nicht länger tragbar. Als Besucherin und Besucher trägst Du wesentlich zum Klima auf dem Vorplatz und in den Räumen der Reitschule bei. Mit deinem Besuch zeigst du uns, dass der Vorplatz und die Veranstaltungen der Reitschule einen wichtigen Beitrag zum kulturellen Nachtleben und den Freiräumen in der Stadt Bern liefern. Damit dies auch in Zukunft so bleiben kann, sind wir darauf angewiesen, dass du dir der Grundgedanken, die hinter der Reitschule stehen, bewusst bist. Wir erwarten von dir, dass du dich zum Manifest der Reitschule bekennst:

Wir wollen dir mit der Kampagne «No Deal Area» vor Augen führen, dass es so nicht weiter gehen darf. Freiraum bedeutet, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.

 

KEIN SEXISMUS, KEIN RASSISMUS, KEINE HOMOPHOBIE, KEINE ÜBERGRIFFE UND KEINE SELBSTBEREICHERUNG - DAS BEDEUTET AUCH KEIN DEAL UND KEIN KONSUM VON HARTEN DROGEN.

DIE REITSCHULE BIETET MEHR. MACH WAS DRAUS!

 

 

31.08.2014

 

Medienmitteilung betreffend Sprayereien in der Grossen Halle

 

Aufgrund der Zeitungsartikel in den vergangenen Tagen zu den Sprayereien in der Grossen Halle meldet sich die Mediengruppe der Reitschule zu Wort.

Wir bedauern, dass es nicht möglich ist miteinander zu kommunizieren, obwohl man sich unter demselben Dach aufhält. Die Gruppen der Reitschule wurden von der Trägerschaft der Grossen Halle nicht über den Brief an den Gemeinderat informiert und waren befremdet über die Medien von dem Vorgehen der Grossen Halle zu erfahren. Einen direkten Kontakt mit der Trägerschaft der Grossen Halle würden wir sehr viel mehr schätzen, als eine Kommunikation über die Medien.

 

Der Einbruch, welcher in der Nacht vom 8. Auf den 9. August stattgefunden hat, beurteilen wir als nicht akzeptabel. Das Klagen über Sprayereien im Umfeld der Reitschule und dass dadurch Kulturveranstaltungen verunmöglicht würden, können wir nicht nachvollziehen. Wäre uns jedes neue Tag oder Graffiti am Gebäude oder im Innern der Reitschule eine Medienmitteilung wert, kämen wir aus dem Schreiben nicht mehr heraus.

 

 

03.08.2014

 

Medienmitteilung: «Die Reitschule wagte sich auf die Schützenmatte – vielleicht nicht zum letzten Mal»

 

Am 31. Juli und 1. August veranstaltete die Reitschule ein Openair unter dem Motto «No Borders, No Nations» auf der Schützenmatte in Bern. Die Workshops am Donnerstagnachmittag und der Kindernachmittag am Freitag lockten viele Jugendliche und Kinder mit ihren Eltern an. An beiden Abenden zogen ca. 8000 Menschen auf die Schützenmatte um die verschiedenen Bands und DJs zu hören und zu feiern. Der Anlass verlief ohne grössere Zwischenfälle. Es war wie angekündigt das grösste Fest, welches die Reitschule bisher veranstaltet hat.

Im Oktober findet wie in den Jahren zuvor das Reitschulfest statt. Über eine weitere Ausgabe des Openairs nächsten Sommer wird momentan diskutiert.

 

Mediengruppe Reitschule Bern

 

 

22.07.2014

 

Medienmitteilung: «Die Reitschule wagt sich auf die Schützenmatte»

 

Am 31. Juli und 1. August veranstaltet die Reitschule ein Openair unter dem Motto «No Borders, No Nations» auf der Schützenmatte in Bern. Es ist wohl das grösste Fest, welches die Reitschule seit ihrer Gründung je in Angriff genommen hat. Der Eintritt ist frei!

Der Donnerstag steht ganz im Zeichen von Hip Hop/Rap sowie später Techno und House. Der Freitag gehört voll und ganz dem Rock und Punk. Neben Workshops für junge Talente (Beat-Box, Djing, Breakdance etc.) geben sich auf der Bühne der Schützenmatte altgediente Künstler wie Tommy Vercetti mit ELDORADO FM, BOYS ON PILLS, THE STRAPONES die Mikrofone respektive die Gitarren in die Hände.

Ein Highlight sind ANTI-FLAG. Dass sich die Pittsburger Band bei uns gemeldet hat, um am 1. August eine exklusive Schweizer Show vor der Reitschule zu spielen, freut uns ausserordentlich und drückt dem Anlass seinen Stempel auf.

An beiden Nachmittagen gibt es Workshops, Führungen und weitere Aktivitäten in der Reitschule.

 

 

01.07.2014

 

«NO BORDERS, NO NATIONS» - Openair vor dem Haus

 

Die Reitschule veranstaltet am 31.07.2014 & 01.08.2014 zum ersten Mal ein Reitschule-Sommerfest unter dem Motto «No Borders, No Nations» - Openair vor dem Haus. Wir wollen die Reitschule in ihrer ganzen bunten Vielfalt präsentieren - sowie auch unsere Ideale einer alternativen Lebenskultur und Denkart.

 

Wir haben dazu ein breit gefächertes, globales Programm auf die Beine gestellt: Workshops für Jugendliche, Kinderprogramm und Führungen durch die Reitschule an beiden Nachmittagen. Um 18h startet das Musikprogramm auf der Openair-Bühne. Angefangen mit einem Hip-Hop-Cypher vor der Bühne - wo auch die Workshop Teilnehmer_innen mitmachen können - danach diverse Bands und DJs. Es spielen regionale & ausserregionale Künstler. Mit dabei sind ANTI-FLAG (USA) sowie weitere Gruppen aus den USA und Brasilien: global & lokal.

 

Der ganze Anlass ist nicht eingezäunt, frei und gratis, inkl. den Workshops und dem Kindernachmittag; getreu dem Motto «No Borders, No Nations». Ein unkommerzielles Fest ohne Konsumationszwang. Es gibt ein Getränke- & Essensangebot zu Reitschulepreisen. Um die Kosten zu decken, werden Solibändeli verkauft, diese können im Voraus via www.petziticket.ch und www.starticket.ch sowie vor Ort bezogen werden.

 

Nicht zufällig findet das Fest am Wochenende des Schweizer Nationalfeiertags statt. Das Datum bietet sich idealerweise an, über Nationalismus und Alternativen nachzudenken. Es soll Anlass zum diskutieren und hinterfragen bieten. Freitagnachmittag findet in der Reitschule dazu ein Vortrag von Prof. Dr. Arian Schiffer-Nasserie statt: «Wer ist WIR»? Argumente gegen die Nation, gegen den normalen Patriotismus und einen alternativen Nationalismus.

 

Für uns Reitschüler gibt es keinen Grund, Nationen zu feiern. Die Reitschule versteht sich als Kultur- und Politzentrum, das seit jeher versucht, ausgrenzende Konstrukte aufzulösen und eine Gesellschaft jenseits von Grenzen und Nationen anstrebt.

Unser Ziel einer offenen Gesellschaft ist nicht ohne Unterstützung möglich, daher freuen wir auf viele interessierte Besucherinnen.

Die Reitschule bietet mehr!

 

 

06.06.2014

 

Medienmitteilung Reitschule Bern

Die Mediengruppe der Reitschule meldet sich nach den Vorfällen von Dienstag dieser Woche und dem Vorfall vom Donnerstagabend, 5.6.2014, zu Wort:

 

Wir, die BetreiberInnen der Reitschule, sind bestürzt über das äusserst gewalttätige und unverhältnismässige Verhalten der Kantonspolizei. Am Donnerstagabend, 5.6. um 19.00 Uhr wurde der Hof und das Restaurant Sous le Pont mitten im florierenden Abendbetrieb von ca. 30 Kantonspolizisten in Zivil gestürmt.

 

Bereits bevor etwa 8 mutmassliche Dealer vom Vorplatz in die Reitschule rannten, hatten sich Zivilpolizisten im Durchgang, dem Aussenbereich des Restaurants Sous le Pont positioniert. Kurz darauf bezogen zusätzlich ca. 10 Einsatzkräfte in Vollmontur Stellung im Aussenbereich des Restaurant Sous le Pont (siehe Foto). Ohne das Personal zu informieren blockierten diese alle Eingänge in das Restaurant und verlangten Einlass in die Küche.

 

Als der Einlass den Einsatzkräften verwehrt wurde, stürmten acht Polizisten den Betrieb. Ein Küchenmitarbeiter wurde von den Polizisten unter enormer Gewaltanwendung zu Boden gedrückt und schliesslich verhaftet. Es gilt festzuhalten, dass sich zu diesem Zeitpunkt die Polizisten gegenüber dem Mitarbeitenden nicht als solche zu erkennen gegeben hatten. Die Einsatzkräfte, einer davon (namentlich in der Reitschule bekannt) mit gezogener Pistole, verschafften sich über den Kücheneingang Zutritt zu den Personal- und Lagerräumen. Scheinbar wurde dies für nötig gehalten, um die ins Restaurant geflohenen potentiellen Dealer festzunehmen.

 

Auf Nachfragen des Personals und anwesender Gäste nach Sinn und Zweck der Aktion, wurde nur mit Beleidigungen geantwortet. Gäste unseres Betriebes wurden, ohne dass sie sich ins Geschehen einmischten, tätlich angegangen und bedroht, Kinder beim Abendessen zitterten am ganzen Leib.

 

Dies war bereits der zweite Zwischenfall innert einer Woche, bei dem jeweils im Einsatz in und um die Reitschule von einem Polizisten (dem wohlbekannten «enfant terrible» des Spezialeinsatzkommandos Krokus) die Dienstwaffe gezogen wurde. Am Dienstag kam es bereits am frühen Abend (19.00) zu einem Vorfall auf dem Vorplatz, wobei ein Polizist Anwesende zu einem «eins gegen eins» herausforderte.

 

Einige Stunden später wurde ein mutmasslicher Dealer extrem gewaltsam von Polizisten festgenommen. Anwesende Jugendliche beobachteten das Geschehen und reagierten auf die enorme Gewaltanwendung mit empörten Rufen. Daraufhin zog einer der Zivilfahnder seine Dienstwaffe (der gleiche wie heute, siehe oben) und richtete sie auf Kopfhöhe auf die Gruppe junger Menschen mit der Aussage: «Chömet nume!! I warte uf euch!!»

 

Wie an den regelmässigen Gesprächen zwischen Reitschule und Stadt besprochen, reagierte das Personal und rief mit dem internen Kontakttelefon bei der Polizeizentrale an. An den Gesprächen mit der Stadt wurde uns dieses Vorgehen empfohlen um bei Einsätzen, die uns unverhältnismässig erscheinen, Informationen über den Einsatz zu erhalten oder Tipps zu bekommen, wie sich die Servicekräfte am Besten verhalten und reagieren sollten und wie sich unsere Gäste der bedrohlichen Situation entziehen könnten.

 

Die Anrufenden wurden aber sowohl am Dienstag wie am Donnerstag regelrecht abgewimmelt. Es könne keine Informationen weitergegeben werden und es seien ja genügend Einsatzkräfte vor Ort, so die zynische Antwort des Polizisten am Kontakttelefon. Die Kontaktaufnahme mit den verantwortlichen Einsatzkräften wurde verweigert. Auf die spontane Nachfrage, wie sich unser Personal vor tätlichen und verbalen Angriffen seitens der Polizisten schützen könnte, wurde lapidar empfohlen, später eine Beschwerde einzureichen.

 

Als BetreiberInnen der Reitschule liegt uns die physische und psychische Integrität der Gäste, unseres Personals und anderen Menschen in und um die Reitschule sehr am Herzen. Wir protestieren aufs Schärfste gegen Aktionen wie diese vom Dienstag und vom Donnerstag und appellieren an die Menschlichkeit und die Verantwortlichkeit der Sicherheitsdirektion. Insbesondere forden wir erneut, dass bei Polizeieinsätze die Verhältnismässigkeit gewahrt wird und die Menschen- und Grundrechte seitens der Kantonspolizei Bern respektiert werden. Ausserdem sind wir der Ansicht, dass Polizeibeamte, die innert einer Woche zwei Mal mit gezogener Waffe rund um die Reitschule agieren, für Einsätze rund um die Reitschule nicht mehr tragbar sind. Ihr Einsatzort ist umgehend zu überprüfen.

 

Reitschule Bern, Mediengruppe

 

 

02.04.2014

 

Gastbeitrag «Was tun, wenns nicht brennt»: http://blog.derbund.ch/hauptstaedter/index.php/8387/was-tun-wenns-nicht-brennt/

 

 

22.03.2014

 

Medienmitteilung: Bern bleibt Nazifrei

 

Für den Samstag, 29. März 2014 mobilisieren rechtsextreme und

rechtsnationale Kreise für eine «Volksversammlung gegen Kuscheljustiz» auf dem Bundesplatz in Bern. Die Reitschule ist ein Kultur- und Begegnungszentrum, sie lehnt seit ihrem Bestehen rückwärtsgewandtes, fremdenfeindliches und rassistisches Gedankengut ab und steht hinter antifaschistischen Anliegen.

In diesem Sinne solidarisiert sich die Reitschule mit der Mobilisierung

des Bündnis «Bern bleibt Nazifrei» und begrüsst, dass ein starkes

Zeichen gegen rassistische und nationalistische Kräfte in der Schweiz gesetzt wird.

 

Die Reitschule begrüsst grundsätzlich Aktionen, die sich gegen Rassismus, Faschismus, Sexismus, Ausbeutung und gegen andere Unterdrückungsformen richten. Deswegen findet am frühen Abend in der Reitschule das «GANZ Fest gegen Rassismus» statt.

 

 

19.12.2013

 

Medienmitteilung der Reitschule: «Stellungnahme zur Medienmitteilung des Gemeinderates»

 

Die Mediengruppe der Reitschule ist befremdet über die Tatsache, dass der Gemeinderat über die Medien kommuniziert, den Leistungsvertrag zu sistieren. Dies entspricht unseres Erachtens nicht den Abmachungen aus der «Vereinbarung über Abläufe und Kommunikation», die integraler Bestandteil des Leistungsvertrags zwischen der Reitschule und der Stadt Bern ist.

 

Darüber hinaus ist es sowieso unerheblich, was wir von der Meinung des Gemeinderates halten. Wir warten lieber ab, was aus der Überprüfung hervorgeht. Wir können aber nicht verhehlen, dass wir nach den kürzlich gemachten Äusserungen von Reto Nause in den Medien einige Zweifel an seiner Objektivität in der Angelegenheit hegen.

 

Weiter stellen wir uns die Frage, welche Vereinbarung die Reitschule konkret verletzt haben soll und inwiefern die Reitschule für die Ausschreitungen verantwortlich ist? Ausserdem ist uns nicht klar, wen die Massnahme des Gemeinderates treffen soll - die Randalierer oder die Reitschule? Und wie sollen damit künftige Ausschreitungen verhindert werden? Für uns sieht das Ganze nach einer populistischen Scheinlösung aus, mit der sich einzelne Politiker billig profilieren wollen!

 

Die Termine für die regulären Sitzungen im 2014 sind bekannt und bisher innerhalb der Reitschule unbestritten. Die Reitschule hat stets alle Gespräche im Rahmen des Leistungsvertrags wahrgenommen.

 

Wir wollen noch einmal betonen, dass der von uns abgelehnte Termin ein ausserordentliches, kurzfristig anberaumtes Gespräch seitens der Stadt war. Uns ist im Übrigen nicht klar, wie mit diesem Gespräch die jüngsten Ausschreitungen hätten verhindert werden können.

 

Zudem möchten wir anmerken, dass es aus unser Sicht falsch und gefährlich ist, wenn die Polizei Politik macht – so interpretieren wir deren mediale Aussagen – und dass wir befürchten, dass damit vorsätzlich eine Eskalation heraufbeschwört werden soll, wenn anonyme Polizeibeamte in den Medien laut über «Notwehr» und «den Einsatz ihrer Dienstwaffen nachdenken». Dass die Beamten angesichts ihrer Ausbildung, Ausrüstung und Bewaffnung bei den nachfolgend «nötigen» Einsätzen dann noch Todesängste ausstehen würden, lässt die ganze Eskalationspolitik noch fragwürdiger erscheinen.

 

Mediengruppe der Reitschule Bern

 

Links dazu:

- http://www.bern.ch/mediencenter/aktuell_ptk_sta/der-gemeinderat-prueft-vertragliche-sanktionen

- http://www.derbund.ch/bern/kanton/Reitschule-Gemeinderat-ueberprueft-Leistungsvertrag-und-friert-Zahlungen-ein/story/24838190

- http://www.bernerzeitung.ch/region/bern/Stadt-friert-Zahlungen-an-Reitschule-ein/story/18896960

- http://www.bern.ch/mediencenter/aktuell_ptk_sta/2012-09-leistungsvertr (Leistungsvertrag + Vereinbarung über Sicherheit und Kommunikation zwischen Reitschule + Stadt Bern)

 

 

17.12.2013

 

Medienmitteilung: «Stellungnahme betreffend die Vorwürfe aus Politik und Medien an die Adresse der Reitschule nach den Ausschreitungen auf der Schützenmatte vom vergangenen Wochenende.»

 

Die Betreiber_innen der Reitschule haben sich wiederholt klar und deutlich von Gewaltaktionen auf dem Reitschulareal distanziert.

 

Das betrifft insbesondere auch Polizeieinsätze, bei denen nach rassistischem Muster und mit brachialer Gewalt - wenn nicht illegal, dann sicher unverhältnismässig - gegen mutmassliche Drogenhändler_innen vorgegangen wurde, die sich mitunter wiederholt als normale Reitschulgänger_innen oder Mitarbeitende herausstellten.

 

Dass solche (Polizei-)Gewalt Leute auf den Plan ruft, die ihre Aktionen als Gegengewalt verstehen, ist aus Sicht der Reitschule genauso wenig zielführend, kann aber auch nicht verwundern.

 

Was Distanzierungen der Reitschule gegenüber verschiedenen gewaltbereiten und gewalttätigen Gruppen praktisch bringen, hat die letzte Distanzierung vom Juli im Zusammenhang mit den jüngsten Ausschreitungen gezeigt: Es kümmert offensichtlich weder die Akteure der staatlichen noch die der antistaatlichen Gewalt.

 

Eine Anmerkung betreffend der Vorwürfe, der reitschuleinterne Sicherheitsdienst sei mit der Situation überfordert: Dürfen wir daran erinnern, dass es geschätzten 60, voll ausgerüsteten Polizeibeamt_innen während Stunden nicht gelungen ist die Situation unter Kontrolle zu bringen.

 

Wie soll dies den Reitschüler_innen gelingen?

 

Betreffend der Vorwürfe von Polizeidirektor Reto Nause

-----------------------------------------------

Die Reitschule erfüllt die Vertragsbedingungen vollumfänglich und hat an allen vertraglich abgemachten Gesprächen mit den Behörden teilgenommen.

Zusätzlich hat die Reitschule nach den Ausschreitungen vom Juli überdies an einer Sondersitzung teilgenommen. Beim von Herrn Gemeinderat Nause erwähnten und vielfach zitierten Gespräch, handelte es sich um ein seitens der Stadt kurzfristig anberaumtes Sondergespräch, für welches die Reitschule weder Bedarf sah, noch deren konkreter Inhalt bekannt war.

 

Für die Reitschule gestaltet es sich schwierig, mit Institutionen zusammenzuarbeiten, deren Exponenten, die im Leistungsvertrag respektierten, basisdemokratischen Strukturen der Reitschule nicht nur nicht akzeptieren, sondern sie abschaffen wollen.

 

Des Weiteren nehmen wir mit Befremden zur Kenntnis, dass Herr Gemeinderat Nause zwar Internas von vertraulichen Reitschule-Gesprächen bereitwillig ausplaudert, jedoch Inhalte von Gemeinderatssitzungen unter Verweis auf die Geheimhaltung verschweigt.

 

Im Übrigen wollen wir hier anfügen, dass in der Reitschule alle Entschlüsse per Konsens (also einstimmig) gefällt werden. Somit wurde und wird der Kurs der Reitschule nicht von Einzelnen bestimmt.

 

Reitschule Bern

 

 

15.12.2013

 

Die Reitschule kritisiert seit Jahren Polizeieinsätze im Umfeld der Reitschule und insbesondere innerhalb der Reitschule, da diese (mitunter) der Grund für allfällige spätere Eskalationen sind.

 

Wie uns von anderen Medienschaffenden mitgeteilt wurde, gibt es zum Anlass von gestern Abend auf Indymedia ein Communiquée.

 

In Bezug auf die Grosskontrolle vom Donnerstag hat die Mediengruppe bereits Stellung genommen.

 

Der Teil der Schwarzafrikaner vor der Reitschule, der in den Deal verwickelt ist, ist das letzte Glied in einer langen Kette von Profiteuren aus dem Drogengeschäft. Am Ende der Produktions- und Handelskette stehen meist Menschen in schwierigen Lebenssituationen, zum Beispiel junge mittellose Migranten, die als billige Strassendealer ausgenutzt werden. Sie dienen als Kanonenfutter des Drogenbusiness und sind als scheinbar leicht identifizierbare Feindbilder für Strafverfolgungsorgane und Empörungsbewirtschafter.

 

Mediengruppe der Reitschule Bern

 

 

20.06.2013

 

Medienmitteilung zur TanzDichFrei-«Subventionierung»

 

Die Reitschule Bern ist ein autonomes Kultur- und Begegnungszentrum, das sich aufgrund seiner Geschichte und Gegenwart als Teil der politischen, kulturellen und sozialen Alternativ- und Widerstandskultur in und um Bern versteht. Seit über 25 Jahren unterstützt die Reitschule Bern andere Gruppen und Projekte mit finanziellen Beiträgen. Dies weil deren Budgets oft nur beschränkt und sie deshalb auf solidarische Unterstützung angewiesen sind. Über die Identität von anfragenden Gruppen, jeweilige Zu- oder Absagen oder die Höhe von Geldbeträgen gibt die Reitschule grundsätzlich keine Auskunft.

Mehr...

 

 

29.04.2013

 

Medienmitteilung zur Reitschule an der BEA Pferd 2013 - Wie es zum Auftritt der Reitschule an der BEA Pferd gekommen ist

 

Die Reitschule Bern hat anfangs Jahr die Anfrage erhalten, an der diesjährigen BEA Pferd teilzunehmen. Die Resonanz in den Medien war ab der ersten Minute immens, obwohl sich die Reitschule noch gar nicht für eine Teilnahme entschieden hatte.

Entgegen aller Erwartungen und vielleicht auch den aufgebrachten Medienmitteilungen der SVP zum Trotz, entschied sich die Reitschule tatsächlich einen Gastauftritt an der Messe zu realisieren.

Mehr...

 

23.04.2013

 

Stellungnahme gegenüber BZ vom 23.4.2013

 

Die Reitschule Bern hat die Berichte über die Angriffe auf Patrouillen der Kantonspolizei im  Raum Schützenmatte zur Kenntnis genommen. Wie schon in den Jahren zuvor appelliert die Reitschule einmal mehr an die Polizei und ihre Kontrahent_innen, diesen Konflikt nicht zu Lasten der Reitschul-Gäste und -Arbeitenden auszutragen.

 

Die Reitschule Bern kann und will nicht die Rolle der Mediatorin zwischen der Kantonspolizei und den anonymen Täter_innen spielen. Der Sicherheitsdienst der Reitschule kümmert sich um die Sicherheit von Gästen und Arbeitenden. Die Polizei kann sich selber schützen. Wenn nicht, ist das nicht das Problem der Reitschule.

Mehr...

 

01.04.2013

 

Medienmitteilung Reitschule Bern: Texte + Filme gegen Deal und Drogenprohibition

 

«KEINE MACHT DEN DROGEN - KEINE MACHT FÜR NIEMAND» ist der Titel der aktuellen April-Kampagne gegen Deal und Drogenprohibition des autonomen Kultur- und Begegnungszentrums Reitschule Bern. Die Reitschule-Zeitschrift «megafon» hat diesem Thema einen Schwerpunkt gewidmet und das Kino der Reitschule zeigt Filme dazu.

Mehr...

 

 

11.01.2013

 

Gegen Deal und Freiraumklau (Flugblatt Reitschule Bern)

Alle Jahre wieder verteilen wir Flugblätter, hängen Plakate auf, malen Parolen, diskutieren mit Leuten, schicken uneinsichtige Dealer_innen, deren Käufer_innen und Langfinger-Gangs weg, engagieren uns gegen die gescheiterte staatliche repressive Drogen- und Vertreibungspolitik, argumentieren gegen die Prohibition, kritisieren die ausbeuterischen und mörderischen Strukturen der Drogenkartelle, verurteilen die sinnlose Polizeitaktik auf der Schützenmatte und in der Innenstadt, protestieren gegen willkürliche, rassistische und brutale Polizeiübergriffe und propagieren den Selbstanbau von biologisch-dynamischem Outdoor-Gras.

Wieso? Weil wir ein Polit-, Begegnungs- und Kulturzentrum sein wollen und nicht ein stadtbekannter Drogenumschlagplatz. Und weil wir uns auch nach 25 Jahren nicht unseren Freiraum klauen lassen.

Mehr...

 

 

28.11.12

 

Stellungnahme der Mediengruppe der Reitschule bezüglich Nachtleben-Konzept-Vernehmlassung:

Das Nachtleben-Konzept wurde und wird innerhalb der Reitschule kontrovers diskutiert. Die Tatsache, dass das grösste Anliegen des Gemeinderats die Verstärkung von Reinigung und Repression zu sein scheint (Konzept S. 8), ist für die Reitschule ein enttäuschendes Zeichen und entspricht in keinster Weise den Bedürfnissen der Reitschule.

http://www.bern.ch/mediencenter/aktuell_ptk_sta/2012/09/konzeptnacht

 

Wir verweisen deshalb auf die Forderungen des Tanz Dich Frei 2012 (siehe unten).?

 

Mediengruppe Reitschule Bern

https://www.facebook.com/tanzdichfrei

 

 

*****

Aus dem Aufruf des Tanz Dich Frei 2012:

«Das Kernanliegen der heutigen Stadtentwicklung ist es der Entstehung einer A-Stadt entgegenzuwirken. Das heisst eine Stadt mit einem übermässigen Anteil an Armen, Alten, Arbeitslosen, Autonomen, Ausländer_innen, Asozialen und Anderen zu vermeiden. Niemand fragt uns, ob diese Politik unseren Vorstellungen entspricht. Denn das tut sie nicht! UNSER Problem ist, das IHRE Aufwertungspolitik sich einzig und allein an den Bedürfnissen eines kleinen, wohlhabenden Bevölkerungsteils orientiert, denn nur Menschen mit Geld bringen die erwünschten Profite. All jene, die nicht zu dieser Schicht gehören, bleiben einmal mehr auf der Strecke. Obwohl der Nutzen nur einigen Wenigen vorbehalten ist, wirkt sich diese Politik im Alltag von uns allen aus. Die Nutzung des öffentlichen Raums wird grundsätzlich eingeschränkt, unliebsame Personengruppen aus diesem weggewiesen. In privaten Geschäften und immer mehr auch auf öffentlichen Plätzen werden wir von Kameras überwacht. Das (Nacht-)Leben wird zusehends eingeschränkt. Politische Aktionen werden nicht toleriert und im Keim erstickt, um eine möglichst hohe Abschreckung zu erreichen. Dies sind nur einige Beispiele.

Auch wir wollen eine A-Stadt verhindern. Diese besteht für uns aber aus Aufwertungspolitik, Ausgrenzung und Ausbeutung. Wir wollen uns nicht auf der Nase herumtanzen lassen, sondern selber bestimmen, wo und wann wir tanzen!»

*****

 

 

28.10.12

 

25 Jahre mehr Solidarität, mehr Selbstbestimmung, mehr Freiraum - und mehr Herzblut!

 

Ein wunderbares Fest bei Regen und Schnee für Tausende Besucher_innen: Merci euch allen!

 

Euch jungen & alten, neuen & ehemaligen Gästen und Reitschüler_innen, euch Hunderten von Artists und natürlich auch euch etwa 250 allerliebsten fleissigen & solidarischen Helfer_innen ein Riesenmerci für das rauschende Reitschule-Geburtstagsfest: auf die nächsten 25, 50, 75, 100 Jahre Kultur- und Begegnungszentrum Reitschule Bern mit euch!

 

Erholt euch gut, wir sehen uns bald: REITSCHULE.CH!

 

 

21.10.12

 

Reitschule Bern intensiviert Zusammenarbeit mit der Sanitätspolizei

 

Am späten Freitag Abend gegen 23.30 Uhr avisierte die Security des Kultur- und Begegnungszentrums Reitschule Bern wegen einem K.O.-Tropfen-Fall die Sanitätspolizei Bern. Diese erschien kurz darauf, ebenso ein Polizeifahrzeug der Kantonspolizei Bern. Daraufhin wurde das Polizeifahrzeug von einigen Unbekannten mit (offenbar farbgefüllten) Flaschen angegriffen. Die Polizei zog sich zurück. Die Versorgung der Patientin durch die Ambulanz war dabei zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Zwei später eingetroffene Kastenwagen wurden nicht behelligt.

 

Ebenso unbehelligt blieben zwei Kastenwagen, welche ein Ambulanzfahrzeug nach einem zweiten Notruf der Reitschule-Security um etwa 00.30 Uhr im Falle einer schweren Kopfverletzung begleiteten. Entgegen der Darstellung der Kantonspolizei  haben dabei die Beamt_innen dabei aber weder Reitschule-Security oder Gäste befragt noch gab es «Abklärungen vor Ort.».

 

Dass die Konflikte der letzten Wochen zwischen einigen Unbekannten und der Kantonspolizei am Rande Routine-Einsätze der Sanitätspolizei tangieren, ist stossend - das Wohl der jeweils betroffenen Ambulanz-Patient_innen geht vor.

 

Gespräche mit den Ambulanz-Sanitäter_innen vor Ort zeigten, dass diese durchaus bereit wären, auch ohne Polizeibegleitung Einsätze bei der Reitschule durchzuführen.

 

Die Reitschule Bern wird deshalb nun in den nächsten Tagen mit der Sanitätspolizei Bern Kontakt aufnehmen, um zu erreichen, dass in Zukunft Ambulanz-Einsätze ohne die Kantonspolizei durchgeführt werden. Wie schon Erfahrungen in der Vergangenheit zeigten, ist die Begleitung von Rettungswagen durch die Kantonspolizei in der Regel sowieso sinnlos und erschwert und behindert die Arbeit der Reitschule-Security und der Ambulanz-Mitarbeitenden - nicht zuletzt wegen den in den letzten Wochen zunehmenden Spannungen zwischen einigen Unbekannten und der Polizei.

 

Mediengruppe Reitschule Bern

 

Meldung der Kantonspolizei vom 20.10.12:http://www.police.be.ch/police/de/index/medien/medien/aktuell.meldungNeu.html/police/de/meldungen/police/news/2012/10/20121020_1640_stadt_bern_polizeifahrzeugbeiunterstuetzungseinsatzbeschaedigt0

 

16.10.12

 

Kurze Stellungnahme der Mediengruppe der Reitschule Bern

 

Gestern Nachmittag hat die Kantonspolizei die Räume des Restaurants SousLePont durchsucht. Die gesamte Reitschule war zu diesem Zeitpunkt, wie immer am Montag, geschlossen.

 

Grund sei ein Flaschenwurf auf der Neubrückstrasse Höhe Restaurant SousLePont auf ein ziviles Polizeiauto vom Montag Nachmittag gewesen. Auf Grund dessen hat die Kantonspolizei bei der Staatsanwaltschaft eine Betretungsverfügung beantragt.

 

Nachdem die Polizisten durch die Räume des Restaurants gegangen und zwei Personen kontrolliert hat, zogen sie wieder ab. Das Personal des Restaurant hat seine Weindegustation und die wöchentliche Teamsitzung weiterführt...

 

In der Nacht auf heute hat sich die «faulste stadtguerilla» mit einer Medienmitteilung und gepinselten Botschaften auf dem Vorplatz zum Flaschenwurf bekannt. Eine entsprechende E-Mail wurde den Medien sowie auch der Reitschule zugestellt.

 

Dieser Vorfall zeigt deutlich, wie schon mehrmals von der Mediengruppe hingewiesen, dass Flaschenwurfaktionen nicht von den Betreiber_innen der Reitschule selber herkommen. Die Reitschule ist vielmehr die örtliche Umgebung, von wo aus solche Flaschenpost und Pinselmitteilungen versendet werden. 

 

Die Mediengruppe der Reitschule weist zudem darauf hin, dass Einsätze der Polizei, wie die Durchsuchung des SousLePonts und die Kontrolle von sitzungsteilnehmenden Reitschulbetreiber_innen eher als schikanös und sinnlos verstanden werden und wohl auch der Medienwirksamkeit wegen und nicht der eigentlichen Tatermittlung wegen durchgeführt werden.

 

Die Konflikte mit der «faulsten Stadtguerilla der Welt» lassen sich auch künftig nicht mit Aktionen gegen Unbeteiligte und die Reitschule aus der Welt schaffen. ?Die Verantwortlichen bei Polizei und Politik sollten vielmehr das heute an die Medien verschickte Communiqué der «faulsten Stadtguerilla der Welt» analysieren und mögliche politische Antworten erarbeiten.

 

Spekulationen bezüglich Sabotage des Leistungsvertrags halten wir übrigens für unnötig, da sich das Bekenner_innenschreiben ja explizit gegen die Kantonspolizei und die Sicherheitspolitik der Stadt Bern richtet.

 

 

09.10.12

 

Zu den Zwischenfällen mit der Polizei und der dazugehörigen Medienberichterstattung

 

Grundsätzlich gilt es festzuhalten, dass das Verhältnis zwischen Polizei und Reitschule seit jeher - historisch - schwierig ist und man sich gegenseitig mit Misstrauen begegnet. ?Hinzu kommt: Die Kantonspolizei hat in breiten Bevölkerungskreisen einen sehr schlechten Ruf. Es ist Sache der einzelnen Polizist_innen, der Polizeiführung und der Politik diese Missstimmung in der Bevölkerung zu ändern und NICHT Aufgabe der Reitschule.

 

Mehr...

 

 

25.09.12 Medienmitteilung

 

Die Reitschule Bern begrüsst die Genehmigung des Leistungsvertrages durch den Gemeinderat. 

 

Die neue Struktur der Vertragswerke, die im Laufe des Jahres in mehreren Treffen zwischen Stadt und Reitschule sorgfältig ausgearbeitet wurden, schafft Übersichtlichkeit, Verbindlichkeit und klärt die Zuständigkeiten für alle Beteiligten.

 

Das Kultur- und Begegnungszentrum Reitschule wünscht sich daher zu seinem 25. Geburtstag vom Stadtparlament ein Ja zum Leistungsvertrags-Kredit.

 

Im März und November 2011 hatte eine knappe Mitte-Rechts-Mehrheit - trotz Einigkeit zwischen den Vertragspartner_innen (Stadt Bern, Reitschule) - mit diffusen Argumenten zweimal den Kredit für den Reitschule-Leistungsvertrag verweigert.?Die Reitschule Bern geht nun davon aus, dass bei der aktuellen Kreditrunde Vernunft und Konstruktivität über Taktierereien und Wahlkampfgeplänkel obsiegen werden. ?Es kann nicht sein, dass Konflikte zwischen Stadtparlament und Stadtregierung auf dem Rücken der Reitschule ausgetragen werden.?Am 26. und 27. Oktober 2012 feiert die Reitschule Bern mit einem rauschenden Fest ihr 25-jähriges Bestehen - eine gute Gelegenheit (für Parlamentarier_innen und alle anderen auch), wieder einmal die Reitschule zu besuchen, zum Beispiel an den öffentlichen Führungen. 

Mit freundlichen Grüssen

Mediengruppe Reitschule Bern

 

Hintergrund: Link zu den Stellungnahmen der Reitschule von 2011: http://www.reitschule.ch/reitschule/mediengruppe/Medienmitteilungen/11-11-29-PK-LV-Nein.html

 

 

14.08.12 Medienmitteilung

 

Achtung - es schmöckt. Razzia in der Reitschule